Stand 20.7.2005
Pump-O-Meter
Der letzte Stand zum Hochwasserschutz in Köln - Rodenkirchen.
Sollten Sie nach der Durchsicht glauben, hier so etwas wie Humor entdeckt zu haben, erliegen
Sie wahrscheinlich einer Täuschung.
Es handelt sich viel eher um a) hilflosen Sarkasmus, meist in Tateinheit mit b) schierer Notwehr.
Die aktuellsten Einträge finden Sie hier oben, für eine chronologische Widmung der Vorgänge lesen
Sie diese Seite am besten von unten beginnend ;-)
18.7.2005 - Vorstellung des Siegerentwurfs für das Pumpwerk im Bezirksrathaus Rodenkirchen
Manche Gelegenheiten darf man einfach nicht verstreichen lassen. Heute durften die Bürger Rodenkirchens erstmals
anschauen, wie die bislang durch einen Auenwald markierte Grenze zwischen Innen- und Außenbereich an der Rheinaue
gestalterisch zerstört werden soll.
Vielleicht war ich als Hochbauer einfach nicht das richtige Publikum, aber die gezeigten Pläne und Computergrafiken
(eine davon sehen Sie im Artikel unter diesem) haben sich mir nicht erschlossen.
Die Draufsicht auf das Bauwerk zeigt ausschließlich verschiedene Grüntöne, einer davon ist der bestehende Auenwald.
Der Teil, in dem das Pumpwerk angelegt werden soll, ähnelt einem Minigolfplatz, nur eben grüner.
Mit mehreren 'Spielfeldern', die wohl für mehrere Gebäude stehen sollen.
Gebäudeverläufe kann ich nicht wirklich erkennen, aber das ist wohl auch nicht so wichtig. Das konkreteste ist
ein Geländeschnitt, der ein Gebäude zeigt, dessen Dachbereich ca. zwei Meter über der Grüngürtelstraße liegt.
Auf viele meiner Fragen ( beispielsweise ob der Entwurf die Vorgaben des RP berücksichtigt ) hätte ich sicher
Antwort bei der Stellungnahme des Planers erhalten können. Dazu kam es leider nicht mehr.
Nachdem ein Bezirksvertreter die Zuständigen, Zuschauer und das kommende Bauwerk aufs Wärmste willkommen hieß,
und der Leiter der StEB sich zu noch höherem Lobe aufzuschwingen begann, habe ich die Lokalität eilig verlassen
müssen.
Aus Angst, daß meine Tränen der Freude den Boden des Bezirksrathauses hätten verunstalten können.
Dieser Einsatz aller Beteiligten, mir und der Allgemeinheit nur Gutes angedeihen zu lassen, rührt mich immer
zutiefst.
Was mich ebenfalls stark beeindruckt, ist die integrative Möglichkeit von Politikern. Der oben erwähnte
Bezirksvertreter, der dieses prachtvolle Bauwerk mit seiner hochwertigen Gestaltung pries, gehört just der
Partei an, die
als einzige Partei im Rat gegen diesen Bau gestimmt hat
;-)
18.7.2005 - Artikel in der Online-Ausgabe des Kölner Stadt-Anzeigers
Wenn man diesen Artikel liest, sieht die Welt direkt ganz anders aus.
Es wird alles viel, viel schöner als es ohnehin schon ist.
Das sollte uns Bürgern die paar
Milliönchen Euro zusätzlicher Kosten für diese monetär und vom Flächenverbrauch aufwendige sowie völlig unsinnige
Lösung und den Verlust von ein paar hundert Bäumen mehr als wert sein.
Insgesamt handelt es sich um ein Schaustück selektiver Wahrnehmung von Seiten Politik, Verwaltung und
natürlich der völlig unabhängigen lokalen Presse.
Dem Bürgerwillen wird natürlich auch entsprochen, der bekommt einen Zaun um das Bauwerk.
Rodenkirchener Bürger haben tausende Seiten Einwendungen zu diesem Bauwerk beim Regierungspräsidenten
vorgelegt und das Ergebnis ist ein Zaun ?
Ich setze 5 Euro auf die Annahme, daß sich nicht eine der Eingaben beim RP
mit einer Einfriedung des Bauwerks beschäftigt hat.
Lassen Sie mich raten, dieser Zaun dient nur dazu, das neue entstehende Pumpwerk-Paradies vor allzu großen
Begeisterungsstürmen von Seiten der Anwohner zu schützen.
Weil es wohl kein schöneres Stück Rodenkirchen geben wird als die Kreuzung Uferstraße / Grüngürtelstraße
im Jahre 2008.
Leider fehlt der Zaun noch auf der Grafik, aber diesen Anwohnerwunsch kann sich der Betrachter ja reindenken ;-)
Nicht reindenken muß man sich einen Auenwald, denn der ist jetzt an dieser Stelle.
17.5.2005 - Neue Rahmenbedingungen für das Pumpwerk
Als arbeitendes Mitglied unserer Gesellschaft mangelt es mir manchmal an Ausdauer, den
genauen Sachstand um das Pumpwerk zu verfolgen.
Der Regierungspräsident hat mit seiner Bekanntmachung vom 19.4. auch Gestaltungsvorgaben gemacht.
Im Anschluß finden sich Auszüge der Stellungnahme unserer Hausverwaltung zu diesem Themenkreis.
Ich möchte an dieser Stelle auch bei unserer Hausverwaltung herzlich für die klare Darstellung
des insgesamt für Nicht-Fachleute recht unhandlichen Verwaltungstexte bedanken.
19.4.2005 - Bekanntmachung im Kölner Stadt-Anzeiger
Durch diese Bekanntmachung wird mir kundgetan, daß
meine Bedenken
von der oberen Genehmigungsbehörde
der Stadtentwässerungsbetriebe Köln in Sachen Pumpwerk bedacht wurden.
Es steht mir sicherlich frei, mich über die genauen Beweggründe kundiger zu machen.
Im Klartext sind wir wohl bei dem Stand, daß nun die Verwaltung letztlich mit einigen kleineren
Zugeständnissen ihren mehrfach deutlich erklärten Willen ("... un' datt Pumpwerk jroß jenoch un'
jenau up dää (!) Eck' ") bekommen hat.
30.12.2004 - Artikel im Kölner Wochenspiegel
22.12.2004 - Artikel in der Online-Ausgabe des Kölner Stadt-Anzeigers
21.9.2004 - Lokaltermin an der neuen Dammkrone.
Kaum beobachtet man seine Umgebung genauer, fallen einem auch kleinere Änderungen sofort ins Auge.
So habe ich am 20. September Schilder im Bereich des Dammkronen-Modells gefunden, die meine
Hypothese vom 9. untermauert haben. Daneben wurde ich eines Blattes habhaft, das sich an einem
Wahlplakat befand.
Ich darf mir erlauben zu erwähnen, daß am kommenden Sonntag Kommunalwahlen in Köln stattfinden werden.
Im Ergebnis kann man die gewonnenen Erkenntnisse wie folgt zusammenfassen:
- Die Arbeiten sollen so früh wie möglich beginnen, nächste Woche werden die ausführenden Firmen gewählt.
- Es wird unter anderem eine Spundwand von über 10 Metern Tiefe eingetrieben. Nach Aussage der StEB wird dies
mit einem neuen Verfahren geschehen, daß nach dem heutigen technischen Standard als geräuscharm angesehen
werden kann. In jedem Fall sei die Lärmbelastung geringer, als bei den differenten Arbeiten im
Bereich der Grüngürtelstraße.
- Gearbeitet wird von 8 bis 17 Uhr, dies sei der derzeit zulässige zeitliche Rahmen.
- Voraussichtlich werden die Arbeiten zur Errichtung des neuen Damms 18 Monate
in Anspruch nehmen. Dies entspricht einem Schutz bis ungefähr 9,4 Meter, die zweite Ausbaustufe inclusive Pumpwerk
harrt ja ihrer Genehmigung beim Regierungspräsidenten.
- Egal, ob hoher oder niedriger Hochwasserschutz, ein Volllaufen der Keller im Auenviertel an den niedrigeren
Stellen wird keine der beiden Varianten wirklich verhindern können. Man glaubt, die Strassen trocken zu halten.
- Die ortsansässigen Lindenbäume müssen aus Umweltschutzgründen besonders pfleglich behandelt werden.
Während der Bauarbeiten werden die eventuell freigelegten Wurzel von Hand wieder eingegraben.
(Anmerkung des Autors: Da haben die Linden aber wirklich Glück gehabt, denn mit Bäumen kann die StEB auch ganz anders. Siehe
die Planungen zum Pumpwerk.)
- Die Baustraße wird nach Vollendung der Arbeiten wieder entfernt und die Rheinauen wieder hergestellt.
Eine Widmung der Baustraße oder gar ein Ausbau seien nicht geplant ;-)
Die Veranstaltung war mit ca. 20 - 30 Mitbürgern eher mäßig besucht, insbesondere, wenn man die Parteienvertreter
abzieht. Es mag auch ein wenig an der Öffentlichkeitsarbeit gemangelt haben. Ich jedenfalls habe meine persönliche
Einladung im Briefkasten gefunden, als ich nach der Arbeit und von der Veranstaltung nach Hause kam.
Einige der Anwohner stellten Fragen hauptsächlich zum zu erwartenden Lärm sowie zur baulichen Ausführung
der Dammkrone. Eine flache Ebene auf der Mauer lade gegebenenfalls Leute ein, sich darauf zu legen. Ob man dies nicht
baulich verhindern könne ?
Man trennte sich mit der Zusage des Initiators, eine augenscheinlich gewünschte ausführlichere Veranstaltung
zum Themenkreis Hochwasserschutzbau in ungefähr 3 - 4 Wochen stattfinden zu lassen.
Auf jeden Fall möchte ich mich bei der CDU von Herzen für die genaue Darstellung der am von 'kleineren'
Hochwassern betroffenen Bereiche bedanken.
9.9.2004 - Die neue Dammkrone, so soll es werden.
Um den 9. September erregte ein kleiner Betonklotz zwischen Uferstraße und der parallel laufenden Baustraße meine
Aufmerksamkeit.
Wahrscheinlich soll mit diesem Objekt der neue Dammverlauf sowie dessen Höhe dargestellt werden. Sie sehen also hier
die neue Deichkrone, die ungefähr bis 9,4 Meter Kölner Pegel reicht. Im Bedarfsfall würde auf der Mauer die mobile,
2 Meter hohe Schutzwand aufgesetzt.
16.8.2004 - Artikel in der Online-Ausgabe des Kölner Stadt-Anzeigers
13.8.2004 - Ortstermin des Verwaltungsgerichts Köln
Im Rahmen des Verfahrens Stadtentwässerungsbetriebe (StEB) ./. Staatliches Umweltamt Köln (StUAK) wegen
Überschreitung des zulässigen Lärmpegels auf der Baustelle der StEB führt die zuständige Kammer des
Verwaltungsgerichts Köln einen Ortstermin durch.
9.8.2004 - Baubeginn Baustraße
Unterhalb des alten Damms endlang der Uferstraße wird eine Baustraße angelegt.
30.7.2004 - Wiederaufnahme der Bauarbeiten
Ich zitiere am besten einen Brief der Hausverwaltung an die Mieter und Eigentümer des Wohnparks vom 4.8.2004 :
"... ohne jede Form der Vorankündigung hat das Verwaltungsgericht mit einem Eilbeschluß vom 28.7.2004, und zwar bislang
ohne jede nähere schriftliche Begründung, auf Antrag der StEB eine zeitlich begrenzte Wiederaufnahme der
Bauarbeiten zugelassen. Der Eilantrag der StEB ist in einem Schriftsatz der Rechtsanwälte ... vom 27.7.2004 enthalten;
die umfangreiche Begründung des Eilantrages, die das Verwaltungsgericht offenbar zu einer überaus kurzfristigen Entscheidung
veranlasst hat, wird von unserer anwaltlichen Vertretung ... eingehend überarbeitet. Das Gericht hat den Antrag und die
Antragsbegründung dem Staatlichen Umweltamt Köln (Außenstelle Bonn) mit dem Datum 27.7.2004 zugestellt ...
...
Das Verwaltungsgericht Köln hat also ohne eine Anhörung der Betroffenen entschieden und hat auch mit seiner Eilentscheidung
die mit einer Frist von 10 Tagen angeforderte schriftliche Stellungnahme des StUA Köln (Bonn) nicht abgewartet."
Aha.
29.7.2004 - Artikel in der Kölner Rundschau
Diese Artikel habe ich von Dritten erhalten, die das Erscheinungsdatum 29.7.2004 angeben. Die Beiträge sollen an zwei
aufeinander folgenden Tagen erschienen sein.
Der Inhalt des folgenden Artikels bedarf einer Klarstellung.
Die Kölner Verwaltung (inclusive der StEB) haben 'ihren' Entwurf zum Hochwasserschutz auf Biegen und Brechen
in den jeweiligen Gremien durchgesetzt.
Er spiegelt also keinesfalls die Mehrheitsmeinung der Rodenkirchener Bürger wider. In der Ratssitzung vom 17.6.2003
sagte Herr Klipper (CDU) laut Protokoll: "Bei diesem Abschnitt gab es ja riesenhafte Probleme mit der Bevölkerung."
Das Wortprotokoll zu dieser Sitzung finden Sie hier.
Diese Probleme gibt es nach wie vor und sie sind nicht auf einige wenige Anwohner beschränkt, wie die StEB immer wieder Glauben
machen will. Auch durch gebetsmühlenartige Wiederholung wird diese Behauptung nicht wahr.
Dies ist auch den Parteien seit längerem klar, weshalb in der Bezirksvertretung zunächst mehrheitlich eine Verschiebung des
Pumpwerks an die Kläranlage gefordert wurde. Die 'Änderung' der politischen Willensbildung in der Folgezeit zeigt nur,
daß für die Kölner Verwaltung der Bürgerwille eine vernachlässigbare Größe darstellt. Und wer sich für den wahren
Herrscher der Stadt Köln hält.
Die in dem Artikel angemahnte 'Durchhaltepflicht' der Bürger kann also kaum erwartet werden, wenn deren
Interessen wie hier mit Füssen getreten werden.
Aufschlußreich für den Anwohner sind auch die am Ende des Artikel genannten Bauwerke, die an dieser Stelle ausgeführt werden
sollen. Weiter unten auf dieser Seite finden Sie ein Bild des Baustellenschildes, das ebenfalls die zu realisierenden Bauten
aufführt.
Die Diskrepanz stammt sicher nur daher, daß die StEB die Anwohner nicht unnötig aufregen wollte. Und was wirklich passieren
wird, erfahren die ohnehin noch früh genug.
Und sicher steht nichts davon in irgendeinem Zusammenhang mit dem geplanten Pumpwerkstandort, über den die Bezirksregierung
nach wie vor noch zu befinden hat.
28.7.2004 - Artikel im Kölner Stadt-Anzeiger
Zu der Stillegung der Baustelle bringt der KStA einen zeitnahen Bericht.
Es bleibt noch anzumerken, daß die erwähnten Anwohner keinerlei Verfügung erwirkt haben.
Die Stillegung erfolgte durch das Staatliche Umweltamt Köln aufgrund erheblicher Überschreitungen des
zulässigen Lärmpegels durch die Bauarbeiten der StEB.
Dieser Streit wird also zwischen StEB und StUAK ausgetragen. Die Anwohner sind
hier weder Kläger noch Beklagte. Allerdings werden ihre Interessen als Betroffene von einem Anwalt
auch in diesem Verfahren wahrgenommen
15.6.2004 - Stillegung der Baustelle durch das StUAK
Bei Lärmmessungen durch das Staatliche Umweltamt Köln (StUAK) wurden Werte von rund 70 Dezibel gemessen.
In reinen Wohngebieten darf ein Lärmpegel von 50 Dezibel nicht auf Dauer (mehr als 11 Tage pro Jahr) überschritten werden.
Aufgrund dieser amtlichen Messung wurde vom StUAK die Stillegung der Baustelle verfügt.
Ich darf an dieser Stelle noch anmerken, daß der Messwert Dezibel nicht linear, sondern exponetial
ansteigt, eine Steigerung von 10 Dezibel also jeweils einer Verdoppelung des Lärms entspricht.
Dies ist sicher auch für die Anlieger der Uferstraße recht interessant, die sich bislang noch
nicht von den Arbeiten betroffen glauben. Denn im Laufe der Zeit wird die Baustelle sich auch bis zu
ihren Heimen vorarbeiten.
Und 72 Dezibel sind ziemlich laut. Der Lärm einer Hauptverkehrsstraße liegt bei 55 bis 65 Dezibel.
13.6.2004 - Stellungnahme der StEB zu den laufenden Arbeiten
Im Vorfeld der jährlichen Eigentümerversammlung des Wohnparks Rodenkirchen als
aktuell Hauptleidtragenden der Baumaßstelle nahmen je ein Vertreter der StEB und des ausführenden
Unternehmens zu den Arbeiten Stellung.
Es wurden für die Folgezeit noch geräuschintensivere Arbeiten angekündigt und damit die Frage verbunden,
ob täglich acht Stunden bei längerer Gesamtdauer oder täglich 10 Stunden bei etwas kürzerer
Gesamtdauer von dennoch mehreren Wochen gearbeitet werden soll.
Die Aussicht auf noch mehr Lärm ließ bei den über 200 anwesenden Eigentümern keinerlei Freude aufkommen.
Daß die StEB auf Nachfrage erklärte, keinen Lärmschutz geplant zu haben, trug ebenfalls nicht zur Entspannung
der Situation bei. So half auch der Hinweis der StEB, daß nach eigenen Messungen der Lärmpegel bis zum 10. Stock
nahezu gleich bleibe und deshalb keine Vorkehrung getroffen werden könne, nicht wirklich weiter.
Mit Unverständnis wurde ebenfalls aufgenommen, daß die StEB auch keinen Notfallplan für eventuell durch die Arbeiten
entstehende Schäden hat. Nach Ausführung der StEB können solche Schäden ausgeschlossen werden.
Aufgrund der bisherigen Erfahrungen wollen wir das wirklich hoffen.
Die Frage einiger Anwohner nach den von der StEB vor Baubeginn zugesagten Lärmschutzmaßnahmen konnte von dem
anwesenden Mitarbeiter auch durch Drehen und Wenden nicht schlüssig beantwortet werden.
Immerhin hat diese etwas unglückliche Vorstellung der StEB zu einer für diese Anzahl von Eigentümern
wirklich erstaunlich geschlossenen Haltung bei den danach erfolgten Abstimmungen der Gemeinschaft zu diesem Themenkreis
geführt.
8.6.2004 - Feierliche Eröffnung der Bauarbeiten zum Hochwasserschutz.
Es erschloß sich nicht jedem Bürger umgehend, warum eine ganze Menge Kies von der Uferstraße in die
Auen gekippt und auch geräuschintensiv verdichtet wurde. Das mußte sein, um dort eine neue Tiefbau - Technik
auszuprobieren, die geräuscharm sein soll. Die Versuche dauerten nicht lange.
Erst als später dann das Festzelt aufgebaut war,
bekam das zuvor geschaffene Plateau
einen wirklichen Sinn. So konnte man unbeschmutzten Schuhes direkt von der Uferstraße ins Zelt schreiten, ohne
Unannehmlichkeiten der umgebenden Natur befürchten zu müssen. Es scheint hoher Besuch anzustehen.
Und so war es dann auch. Es fanden sich die StEB (Ausführende), das Regierungspräsidium (Kontrollierende),
ein Landesministerium (Bezuschußende) und ein planender Dienstleister/Ausführender (Arbeitende) zu einem
Schlückchen und einem Häppchen zusammen, um die von ihnen nun auf den Weg gebrachte Variante des
Hochwasserschutzes zu feiern. Und vielleicht auch ein ganz klein wenig sich selbst.
In solchen Momenten will selbst der geladene Bürger auch nicht stören, so blieben die Feiernden eher unter sich.
Die meisten Anrheiner verfolgten der Feier aus angemessender Entfernung. Mit geradezu hanseatischer
Gelassenheit haben die Rodenkirchner denn auch viel Großzügigkeit walten lassen, so daß die Würdenträger
sich auf unsere Kosten einmal richtig sattessen und auf die Schulter klopfen konnten. Unter sich ist es
doch auch am schönsten, oder ? Wozu sonst bräuchte man auch den ebenfalls zahlreich geladenen
Personenschutz.
Die folgenden Bilder zu diesem Themenkreis stammen von Herrn Leich.
Die Genehmigung von Seiten des Regierungspräsidenten zum geplanten Standort des
Pumpwerks steht zu diesem Zeitpunkt noch aus.
Aber das war an diesem schönen Abend wohl ohnehin eher zweitrangig. Man kann ja nicht immer alles richtig
machen.
Immerhin, nach der Feier und dem Abbau des Festzeltes wurde auch die Kiesanschüttung wieder unaufgefordert
entfernt. So hat diese Veranstaltung zumindest keine direkten physischen Schäden hinterlassen.
15.5.2004 - Beginn der ersten Arbeiten.
'Völlig unabhängig' vom Pumpwerk eröffnen die Stadtentwässerungsbetriebe eine putzige kleine Baustelle
in den Rheinauen und der Uferstraße Ecke Grüngürtelstraße.
28.4.2004 - Ende Einspruchsfrist zum Planfeststellungsverfahren.
Bis zu diesem Termin müssen die Bürger ihre etwaigen Bedenken bezüglich der offengelegten Planung formuliert und
beim Regierungspräsidenten vorgelegt haben.
Da die hier geplante Aktion nicht auf die einhellige Begeisterung bei den ansäßigen Bürgern stößt, sind auch einige
Bedenken zu Papier gebracht worden.
Eine Entscheidung des Regierungspräsidenten zu den bürgerlichen Einwendungen steht bis heute aus.
8.3.2004 - Offenlegung zum Planfeststellungsverfahren.
Durch die Offenlegung der Pläne soll der geneigte Bürger von den ihn betreffenden Planungen unterrichtet werden.
17.6.2003 - Ratsbeschluß zum Planfeststellungsverfahren
Da dieser Bereich in 'Dat Pumpwerk' bereits eine weitgehende Würdigung erfahren hat
hier also 'ohne Worte'.
© Gregor Gerlach