Jawoll !
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Stand 20.7.2005
Aktuell: Das Pump-O-Meter

Kölner Lokalpolitik

Ich bin geborener Kölner und lebe auch sehr gerne in dieser Stadt mit ihren symphatischen Bürgern 'un däm dikke Pitter'.
Ich habe versucht, mich einfach aus der Lokalpolitik rauszuhalten. Ich verstehe sie nicht und kann mich nicht erinnern, sie jemals verstanden zu haben.
Manche Dinge sind sehr unangenehm, keine Frage. Wenn eine der wichtigsten Verkehrsadern der Stadt für Jahre von vier auf zwei Spuren reduziert wird, sorgt dies sehr zuverlässig für eine Verlängerung meiner Arbeitszeit um mindestens eine halbe Stunde täglich, die ich wirklich lieber meinem Arbeitgeber oder meiner Familie zukommen ließe. Über Jahre vernichtet die Stadt täglich Tausende von Stunden armer Autofahrer. Über Jahre ...
Ich glaube nicht, daß die Stadt das extra macht oder böse meint, vielleicht denkt sie nur einfach nicht weiter darüber nach. Und werkelt dann ein bißchen rum, bis ihr irgend was einfällt. Hier in Köln, wo der Oberbürgermeister ein eigenes Löchelchen hat 1), rege ich mich über so was nicht auf.

Was soll ich sagen, die Stadt, Verwaltung und Politik gleichermaßen, haben es geschafft, mich aus meiner Lethargie zu reißen. Denn ich fürchte, jetzt haben sie sich was gedacht. Soll ich mich wirklich darüber freuen ?

Lesen Sie hier die kölsche Posse
'Dat Pumpwerk'
welche gerade beginnt und die Sie die nächsten Jahre im Grüngürtel und den Rodenkirchener Rheinauen bewundern können.
Ich denke, es ist vielleicht am besten ist es, Sie kommen mal vorbei, wenn der markanteste Teil des Rodenkirchener Grüngürtels gerade abgeholzt wird und nehmen sich, falls erlaubt, noch ein Stückchen Baum zur Erinnerung mit.
Fotos, die Sie später ihren Kindern zeigen können, sende ich auf Wunsch gerne zu.

Den aktuellen Stand der Dinge zu Hochwasserschutz und Pumpwerk in Köln - Rodenkirchen erfahren Sie im
Pump-O-Meter
Mich hat diese Entscheidung der Kölner Lokalpolitik dazu veranlaßt, einmal bei den Parteien nachzufragen, welche Beweggründe sie hatten, der von der Verwaltung vorgeschlagenen Lösung zuzustimmen.
Das Ergebnis finden Sie hier.
Meine Anfrage an alle Fraktionen vom 27.6.2004
CDU - Antwort vom 24.7.2004
CDU - Anlage Ratsbeschluß 17.6.2003
CDU - Anlage Beschlußvorlage
Bündnis 90/Die Grünen - Bislang keine Antwort
SPD - Antwort vom 14.7.2004
FDP - Antwort vom 4.8.2004
FDP - Anlage Sitzungsprotokoll BV Rodenkirchen 7.4.2003
FDP - Anlage Artikel Kölner Stadt-Anzeiger 15.5.2003
FDP - Anlage Artikel Wochenspiegel 21.5.2003
FDP - Anlage Brief Frau Meurer 19.5.2003
FDP - Anlage Brief Frau Meurer 27.6.2003
PDS - Antwort vom 6.7.2004
Wer glaubt, das in einem Ratsprotokoll auch drin steht, wer wirklich wie gestimmt, kann hier Erschütterung finden.
Jedenfalls behaupten jetzt schon zwei Parteien, gegen daß Pumpwerk gestimmt zu haben ! ? !
Also, wie war das noch mal genau ...


Noch' Jedicht ;-)

Auch wenn die StEB ihren eigenen Kanal verstopft, heißt das noch lange nicht, daß sie irgend etwas nicht völlig richtig gemacht haben könnte ;-)
Eine weitere Posse aus dem schönen Rodenkirchen. Viel Spaß !
Der fliegende Kanaldeckel


1)
Für alle Nichtkölner hier noch schnell

Die Geschichte mit dem Loch.

Überwiegende Teile der Kölner Politik und Verwaltung waren der Meinung, daß man ein paar Gebäude (Kunsthallen und so) abreißen und dann neuer, besser und schöner wieder aufbauen kann.
Nachdem die alten Bauten schnell und unbürokratisch dem Boden gleichgemacht und ihr Schutt entsorgt war, ist jemandem eingefallen ...
Oder, ähh, vielleicht hat man eher was vergessen ...?
Wie bereits im Vorfeld erwähnt, ich bin Kölner und will eigentlich gar nicht wissen, was war oder wie und ob es weiter geht. So etwas stimmt mich höchstens melancholisch. Auf jeden Fall haben wir jetzt eine richtig fette Baugrube in bester Innenstadtlage, an der es irgendwie ... äh, hmmm, es geht nicht weiter.
Nun ist sie schon seit längerem da und der Volksmund nennt sie 'Demm OB sing Löchelche'. Das ist natürlich sehr gemein und ungerecht, denn der kann wahrscheinlich noch nicht mal was dafür.
Aber so sind sie eben, meine liebenswerten Kölner Mitbürger. Immer zu einem kleinen Scherzlein aufgelegt.
Zumindest, solange es nicht auf die eigenen Kosten geht ;-)
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© Gregor Gerlach